10. Tag: 85 km, Gasthof Simeter – Lienz

Um der Hitze auszuweichen war auch heute früh Tagwache. Wir fuhren und 8.45 los. Bis Möllbrücke war uns der Weg von der Anreise vertraut. Danach fuhren wir auf der linken Seite durch das Drautal. Für uns war das vorteilhaft, weil wir über weite Strecken im Schatten von Büschen und Wäldern radeln konnten. Obwohl Lienz gut 150 m höher liegt als Spittal machten wir insgesamt 570 Höhenmeter. Es gab neben den Anstiegen auch wieder kleinere Passagen, bei denen es runter ging – ein richtiges Auf und Ab. Da wir in Lienz ein Hotel mit einem Schwimmteich reserviert hatten, freuten wir uns schon die ganze Fahrt auf das kühlende Nass. Das Hotel lag etwas erhöht über der Stadt, so dass wir vom Balkon aus eine tolle Aussicht Richtung Lienzer Dolomiten hatten.
Unterwegs meldeten sich Ursi und Markus Glantschnig, dass sie auf dem Weg von Bozen nach Lienz seien. Sie hätten auf dem Status gesehen, dass wir in einer ähnlichen Region unterwegs seinen. So wollte es also der Zufall, dass wir uns in Lienz zum Nachtessen trafen. Unser Ziel war eine Pizzeria, die auf den Hauptplatz rausgestuhlt hatte. Wir waren nicht die einzigen… Und so reihten wir uns in die Wartenden ein und übten uns in Geduld bis wir nach 30 Minuten einen Platz im Schatten hatten. Eine Musikkapelle, die ein Konzert gab, versüsste uns das Warten. Die Musizierenden traten in ihren Trachten auf, was sie bei der Hitze wohl heftig ins Schwitzen brachte: Kniesocken aus Wolle, dicke Hosen oder lange Trachten mit langärmligen Blusen/Hemden und darüber noch eine Lodenjacke.
Den gemütlichen und durch Zufall gekrönten Abend schlossen wir dann mit der Fahrt hoch ins Hotel ab. Da die Akkus geladen waren, nutzten wir die volle Unterstützung unseres Motors.






