Tag 13, 27. Juni 2026

13. Tag: 105 km, Hotel OLM – Bruneck – Brixen – Bozen – Andrian

07.05 Uhr und wir betraten als erste Gäste das Restaurant für das Zmorgen. Wenn ich freiwillig so früh aufstehe, war das kein Spass sondern eine absolute Dringlichkeit.

Nach einem letzten Blick durchs Zimmer und die Umgebung, fuhren wir bis Bruneck noch im Schatten, weil die Sonne die noch nicht über die Gipfel zu scheinen vermochte. Danach verlief unser Weg viel in Wälder oder im Schatten von Büschen.

Auch heute gab es neben einigen Schussfahrten jedoch auch einige Anstiege, zwei davon ziemlich heftige. Ab Klausen wurde das Tal zwar etwas enger, was aber nicht bedeutete, dass die schattenspendenden Bäume in der Nähe des Radweges waren. Es wurde so richtig heiss und brennend. Um mein linkes Wädli zu schonen, entschloss ich mich für einen Tenüwechsel und zog die langen Hosen an.

Kurz vor Bozen führte uns die Strecke entlang dem alten Brenner-Bahntrassee. Wir überquerten die Eisack auf einer Eisenbahnbrücke, auf der die zweite Spur nicht abgebaut sondern von Büschen überwuchert war. Nachher folgten einige kurze Tunnels, die angenehm kühl waren. Jeweils beim Ein- und Ausgang standen Holzbänke als Rastplatz.

In Bozen hatte dann Stefan mit der Sonne auf seinem linken Arm zu kämpfen. In der Not entwickelte er die „Taschentuch-Verlängerung“. Dabei wird ein Taschentuch mit Leuchtbinden beim Ärmel und beim Unterarm fixiert. So geschützt nahmen wir die letzten 10 km und die Felgen bis wir 14.30 in Andrian eintrafen. Wir übernachten im selben Hotel wie auf der Reise von 2019. Eine kleine Randbemerkungen: Auch damals war es extrem heiss im Südtirol. Um weiterhin in Erinnerungen schwelgen zu können, besuchten wir für das Znacht die Pizzeria am Mühlbach. Wir sassen im schattigen Garten, umlüftet vom Backofen-mässigen Wind, und freuten uns, noch einmal dort die Aussicht Richtung Bozen zu geniessen und natürlich auch die leckere Pizza. So oft hatten wir uns an diesen Ort erinnert und nun waren wir wieder dort:-).

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