Tag 8, 22. Juni 2026

8. Tag: 105 km, Zell am See – Bad Gastein – Böckstein – Mallnitz -Spittal an der Drau

Von Zell folgten wir wieder dem Tauernradweg durch das Tal der Salzach. Dank frühem Start, leichter Bewölkung und dem Fahrtwind war es sehr angenehm zu fahren. Bei Lend stieg es wieder stark an, denn wir mussten auf die Höhe zum Autotunnel, der auch ein Radweg ist. Zwar war unsere Spur von den Autos getrennt, doch den Lärm hatten wir trotzdem. Ohrstöpsel wären sehr angenehm gewesen. Der Tunnel führte uns durch den Berg in das Tal der Gasteiner Ache.

Obwohl wir dem Bach entgegen fuhren war der Weg lange Zeit ziemlich eben. Gmäss Höhenprofil der heutigen Tour wussten wir jedoch, dass bei Bad Gastein eine grosse Steigung auf uns wartet. Ganz so steil, wie sie dann war, hatte ich sie mir nicht vorgestellt. Dafür war der letzte Teil bis Böckstein mehr oder weniger flach.

Jeweils um .35 fährt der Autoverladezug nach Mallnitz durch den Tauerntunnel. Pünktlich um 12.15 trafen wir beim Bahnhof Böckstein ein fast gemeinsam mit dem Zug. Das Beladen durch Velos, Autos und Töff sowie die Prozession vom vordersten Wagen mit den Velos zum hintersten Wagen mit den Sitzplätzen dauert jedoch 20 Minuten. Die Fahrt durch den Tunnel nach Mallnitz dauerte 11 Minuten.

Wir starteten mit dem 2. Teil der heutigen Etappe auf ca. 1300 m ü. M. Als erstes ging es runter ins Mölltal auf ca. 900 m ü. M. Also wieder einmal eine rasante Abfahrt, leider mit etwas schlechtem Strassenbelag. Kein Wunder tönen unsere Bremsen wie Vogelgezwitscher.

Das Mölltal liegt im Bundesland Kärnten. Mir scheint, dass dieser Teil Österreich finanziell weniger gut gestellt ist. Die Strassen sind sehr holprig und die Kennzeichnung der Radwege weniger oft und und kleiner.

Bei Möllbrücke wechselten wir die Talseite und fuhren durch Spittal an der Drau und hoch nach St. Sigmund, wo unser Hotel auf uns wartet. Wiederum hat das Restaurant Montag und Dienstag Ruhetag. Doch für die Hausgäste ist es von 16 bis 21 Uhr geöffnet und es werden leckere Speisen angeboten. Ein wunderbarer Garten bot uns Platz fürs Nachtessen. Wir hatten beste Aussicht auf die Berge der Umgebung. Das vorbeiziehende Gewitter mit Sonnenstrahlen durch die Wolken war ein richtiges Naturspektakel, von dem wir auch einige Tropfen abbekamen. Zum Glück waren die Sonnenschirme gross genug und wasserdicht…

Die Abendstimmung genossen wir auf unserem Balkon, der direkt auf die untergehende Sonne ausgerichtet ist. Zwischendurch verfolgten wir das WM-Spiel der Österreicher gegen Argentinien. Mit der Radtour um den Millstättersee ist der morgige Tag bereits geplant. Wir freuen uns auf das Ausschlafen…

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