4. Tag: 99 km, Geretsried – Bad Tölz – Mittenwald – Seefeld

Die Handwerker, die am Anbau zum Hotel Isarwinkel arbeiteten, waren uns heute gnädig gestimmt. Die Arbeitsgeräusch begannen erst um 7.15. Trotzdem blieben wir noch etwas liegen und machten uns gegen 8 Uhr auf in den Frühstückssaal. Neben den üblichen Sachen wurden uns noch Eierspeisen angeboten. Das Rührei war lecker und gab einen guten Boden für die heutigen beinahe 100 km.
Wie immer bei einem Radweg einem Fluss entlang, trägt die Route zwar den Namen des Gewässers, allein man sieht ihn nicht immer. Das war auch so bei Isar-Radweg. Die Isar präsentierte uns mal gestaut breit und träge dahin fliessend, mal schlängelte sie sich durch Kies und Steine, mal plätscherte sie über Steinstufen. Da wir gegen die Flussrichtung fuhren, wurden das Bachbett und die Wassermassen immer schmäler und kleiner.
In Bad Tölz – der Ort erinnerte mich sehr an Stein am Rhein – legten wir eine Pause ein und fütterten unsere Lebensgeister mit Kaffee (Brigitte) und Erbeermilchshake (Stefan). Da heute die Sonne schien und die Temperaturen deutlich höher lagen als die vergangenen Tage, waren wir froh um die Strecken im Schatten der Bäume und Wälder. Weniger begeisterterten uns die Strecken auf dem Veloweg parallel zur Hauptstrasse. Immerhin hatten wir meistens eine eigene Spur, so dass die Fahrt nicht gefährlich war.
Auf dem Teilstück der „wildromantischen Isar“ am Fusse des Karwendelvorgebirges führte der Radweg über eine Mautstrasse, die für die Velos jedoch kostenlos war. Hätten die Autos und Töffs nichts bezahlen müssen, wäre diese Strecke wohl überfüllt. So ging es für uns gut und wir fand sogar ein Plätzchen ganz nahe des Wassers, wo wir unser Zmittag essen konnten. Für meine Füsse gab es anschliessend noch eine angenehme Abkühlung.
In Mittenwald war wieder Pausenzeit und passend zu den sommerlichen Temperaturen gönnten wir uns einen Coupe. Auf dem letzten Teilstück von Mittenwald bis Seefeld war die Steigung deutlicher zu spüren als vorher. Zum Glück jedoch reichte mein Akku bestens, so dass ich die letzten Steigungen mit Turbo und voller Unterstützung fahren konnte. Stefan hat unterwegs seinen zweiten Akku eingewechselt und konnte sorglos daher trampeln.
Nach einem heissen und trampeligen Tag ist es jeweils wunderbar sich unter der Dusche vom Staub und Schweiss zu befreien. Frisch geduscht und etwas abgekühlt spazierten wir durch Seefeld und fanden im „Nannis“ Platz für das Nachtessen. Gestartet sind wir mit eine Aperol Spritz. Stefan wählte das panierte Schnitzel mit Kartoffelsalat und ich entschied mit für Spinatknödel mit einem bunten Sommersalat. Auf unserem Balkon genossen wir noch die tolle Aussicht auf die umliegenden Bergspitzen bis sich die Sonne von uns verabschiedete.












