3. Tag: 90.9 km, Auerberg – Schongau – Geretsried

Die Wetterverantwortlichen hatten ein Einsehen und liessen heute die Sonne immer mal wieder durch die Wolken blinzeln. Das Frühstück des Hotels Am Auerberg genossen wir jedoch noch drinnen, für die Terrasse war es definitiv noch zu kühl.
Den Anstieg, der uns gestern einige Schweisstropfen auf die Stirne trieb, genossen wir heute als rassige Abfahrt Richtung Bernbeuren. Unterwegs bewunderten wir die Aussicht auf die Allgäuer Alpen. In Erinnerung an die Geschichten des Schongauer Scharfrichters und seiner Tochter machten wir einen Abstechern nach Schongau, wo wir uns auf dem Hauptplatz mit einer Spezi erfrischten. Von der mittelalterlichen Altstadt führte uns der Weg über den Lech und rauf Richtung Peiting und weiter übers Land und durch kleinere Ort. Mit einer Ausnahme gab es für die Velos entlang der stärker befahrenen Strassen immer eine eigene Spur. Zum Glück fanden wir eine Möglichkeit über eine Gravelroute der Strasse auszuweichen. Wir wurden belohnt mit einer Fahrt durch Wald, Feld und einem wunderschönen Hochmoor, wo die Temperatur etwas weniger „tüpig“ war.
Da in Iffeldorf das Cafe geschlossen war, stillten wir Durst und Hunger in einem Minimarket, der von innen eher maxi war und ein tolles Angebot an Brötchen, frischem Käse und Quarkaufstriche hatte.
Gegen 16 Uhr trafen wir dann in Geretsried im Hotel Isarwinkel ein. Wir waren telefonisch vorgewarnt, dass beim Hotel eine Baustelle war. Ein riesiger Kran begrüsste und der Wirt spendierte uns ein Bier. Durch unseren Wunsch nach einem alkoholfreien Bier verrieten wir unser Schweizer Herkunft. Auch heute war die Hotelküche geschlossen und wir besuchten das Griechischen Restaurant ganz in der Nähe. Ein kurzer Regen brachte etwas Abkühlung.
Müde Beine und ein Kopf voller Eindrücke riefen uns früh ins Bett, damit wir morgen wieder fit für die nächste Etappe sind.






