17. Tag: 85 km, Reschen – Martina – Landeck – Tobadill – Kappl

Am Ende des Tages habe ich fast vergessen, dass wir doch den ersten Teil unserer Etappe ohne Regen zurücklegen konnten. Unser Tagesziel Kappl im Paznauntal erreichten wir im wahrsten Sinn des Wortes pudelnass und durch weicht bis auf die Unterwäsche.
Beim Aufstehen schien in Reschen sogar noch die Sonne und wir hofften, dass die Wetterprognosen zu negativ waren. Wir genossen die Fahrt über die vielen Kehren runter nach Martina und schnupperten etwas Schweizer Luft.
Obwohl wir diese Strecke auch schon mal gefahren sind, erinnerten wir uns nicht mehr an die Radwege in der Schlucht. Wir waren der Meinung, dass wir entlang der Hauptstrasse durch die Autogalerien gefahren waren. Es wäre richtig schön gewesen den Weg etwas mehr zu geniessen, hier an Kaffee und dort eine Johannisbeerschorle zu trinken.
Nach gut 40 km Fahrt nutzten wir die Unterführung der Via Claudia Augusta bei Sankt Christina, um uns in die Regenkleider zu hüllen. Und schon wurde aus dem Nieselregen ein richtiger Dauerregen, der uns den ganzen Tag begleitete.
Ab Landeck führen wir über Perfuchsberg und Tobadill, um etwas weniger der Hauptstrasse entlang ins Paznauntal fahren zu müssen. Ab Schloss Wiesental gab es dann keine andere Möglichkeit mehr und wir starten den Teil auf der Paznauntalstrasse mit einem langen Tunnel. Obwohl es die Strasse nicht sehr stark befahren war, war es richtig laut mit all den Autos und Lastwagen.
Als wir dann endlich in Kappl im Hotel Alpenfrieden ankamen, war als erstes eine lange warme Dusche angesagt. Danach dauerte das „Chuenägelen“ in den Händen noch eine Weile. Zum Glück war die Küche des Hotels offen und wir konnten dort Znacht essen, denn alle regentauglichen Kleider waren nass und mussten zuerst verteilt in Dusche und Zimmer trocknen.








