Tag 16, 30. Juni 2026

16. Tag: 70,7 km, Goldrain – Glurns – Burgeis – Haidersee – Reschensee – Reschen

Bereits um 0.30 begann unsere heutiger Tag: Der Voll-Mond ist aufgegangen… direkt hinter den Bergen gegenüber unserem Hotelzimmer. Wir konnten dann doch wieder einschlafen und standen gegen 7 Uhr auf. Wegen des unsicheren Wetters starteten wir bereits um 08.55 und genossen die Fahrt hoch durchs Vintschgau entlang der Etsch. Dieser Teil ist sehr schön angelegt und die nötigen Steigungen sind erträglich – auf jeden Fall mit Unterstützung der „Stromchäferli“ im Akku.

Danke diverser Brücken war das Wechseln von einem Etsch-Ufer zum anderen sehr angenehm. Wiederum fuhren wir direkt durch die Apfelplantagen, welche teilweise sehr schön mit Rosen geschmückt waren. Vermutlich haben die Rosen auch noch den Zweck allfälligen Befall von Mehltau früh zu bemerken.

Etwa nach der Hälfte der Steigung machten wir in Burgeis eine Pause. Eigentlich wollten wir nur etwas trinken… Daraus wurden dann auch noch je ein Erdbeertörtchen der Extraklasse (selbstgemachter Mürbteigboden und leckere Vanillecreme) und im Sportgeschäft ein Windgilet für mich. Anschliessend nahmen wir den zweiten Teil des Anstiegs bis zum Haidersee in Angriff. Schon von weitem sahen wir den Staudamm des Reschensees, der etwa 10 m höher liegt. Der Radweg führt wunderbar den beiden Seen entlang ohne Autoverkehr. Der Stausee ist nicht gefüllt und daher stand der bekannte Turm nicht im Wasser. Diesen Eindruck hatten wir als wir ihn vom gegenüberliegenden Ufer sahen.

In Reschen angekommen konnten wir unsere Zimmer im Hotel schwarzer Adler beziehen, obwohl wir schon um 13 Uhr dort waren und der Check-In erst ab 14 Uhr wäre. Wir richteten uns kurz ein und schwangen uns nochmals auf die Räder, um den berühmten Turm direkt bei Graun zu besuchen. Und siehe da, er steht auch bei Niedrigwasser im See, weil um ihn herum ein Becken mit einem gestauten Abfluss gebaut ist. Gemäss Infos wurde das so gemacht, dass der Turm als Mahnmal dasteht für das Versinken der Dörfer, die der Stauung zum Opfer fielen.

Obwohl immer mehr Wolken aufzogen, entschieden wir uns die Runde um den See fertig zu fahren. Dabei merkten wir, dass die Fahrt ohne Gepäck doch etwas einfacher ist.

Zum Restaurant gehört auch ein schöne Terrasse, die von der Abendsonne beschienen wird. Nie hätten wir am Nachmittag gedacht, dass wir unser Abendessen bei Sonnenschein dort geniessen können. Um so mehr freuten wir uns an den letzten Sonnenstrahlen, denn morgen werden wir diese wohl eher in flüssiger Form spüren. Dies versprechen jedenfalls die Prognosen des Wetterradars.

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